Aktuelles


Die Tragödie beim DKBC geht weiter.

Mit fadenscheinigen Erklärungen vom DKBC Präsidium wird Wolfgang Lutz, einer der erfolgreichsten U 23 Nationaltrainer der letzten Jahre, entlassen.

Einspruch wurde von Wolfgang Lutz eingelegt.



Interview mit Wolfgang Lutz

01.03.2010

Wolfgang Lutz, ehemaliger Nationalmannschaftstrainer der U23 – männlich, stand für ein Interview nach seiner Kündigung durch das DKBC-Präsidium zur Verfügung.

Das Interview führte Inge Trümper – Landespressewartin des LVKBSA.

Nachdem Günter Doleschel, ehemaliger Trainer der Herrennationalmannschaft, und Karl-Heinz Schmidt, ehemaliger Cheftrainer, gegangen sind, stehen Sie, Herr Lutz, zur Disposition als U23- Nationalmannschaftstrainer. Können Sie zum Stand der Dinge etwas sagen?

Dies ist richtig. Am 20.01.2010 wurde mir in einem Telefongespräch durch den Cheftrainer des DKBC, Rainer Aulbach, mitgeteilt, dass ich mit sofortiger Wirkung als Trainer der U23-Nationalmannschaft suspendiert sein. Ob Zusammenhänge zwischen dem Gehen von Günter Doleschel, Karl-Heinz Schmidt und mir bestehen, kann ich Ihnen nicht beantworten. Gestern erhielt ich jedoch die schriftliche Bestätigung, dass das DKBC-Präsidium mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit mir beendet.

 

Wie verhält es sich denn mit der U23-Natinalmannschaftstrainerin, Sandra Hirsch?

Dazu möchte ich mich nicht äußern, zumal in dem Schreiben mir gegenüber auch Sanktionen angedroht wurden.

 

Welche Sanktionen und warum?

Ich bin zur Verschwiegenheit verpflichtet worden. Ob diese Informationen auch darunter fallen, ist mir nicht bekannt, gehe jedoch davon aus, dass dies nicht der Fall ist.

 

Aus der Sportwelt ist ja bekannt, dass Trainer von Mannschaften immer zuerst in Frage stehen, wenn der Erfolg ausbleibt. Muss ich davon ausgehen, dass es auch bei Ihnen so ist?

Ich glaube nicht, dass ich mir Vorwürfe machen muss. Wir sind im Mai 2008 in Zadar (Kroatien) Weltmeister geworden und haben uns in Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt, den XV. Weltmeisterschaften 2010 in Rijeka befunden. Dabei waren wir in einer Findungsphase, was aber zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung normal ist. Es gilt ja den Titel zu verteidigen und dazu brauchen die Jungs entsprechende Vergleiche.

 

Nun, wenn nicht die sportliche Seite die Rolle gespielt hat, müssen die Probleme ja in Ihrer Person begründet sein?

Dies kann ich weder bestätigen, noch zurückweisen. Nach dem letzten Gespräch mit R. Aulbach im Januar 2010 wurde mit mir weder durch Mitglieder des DKBC-Präsidiums, noch durch den Cheftrainer des DKBC das Gespräch gesucht. Mir wurden auch keine diesbezüglichen Probleme, Fehlverhalten oder dergleichen aufgezeigt.

 

Sie müssen doch aber Hinweise bekommen haben, auf welcher Basis diese Suspendierung zustande gekommen ist?

In dem Kündigungsschreiben des Präsidiums wurde mir mitgeteilt, dass mein Verhalten und mangelnde Kommunikation gegenüber der sportlichen Leitung das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört seien. Mag sein, dass es zum Stil gehört, den Betroffenen nicht einmal anzuhören.

 

Ihrer seinerzeitigen Stellungnahme konnte man entnehmen, dass Sie Kontakt zu anderen Mitgliedsverbänden der NBC selbständig aufgenommen haben. Dies ist ja sicher kaum Ihre Aufgabe gewesen?

Das ist richtig. Ob diese Selbständigkeit, in der Sorge um eine optimale Vorbereitung auf die WM, mein Verhaltensfehler war, müssen andere Stellen beurteilen. Ebenso verhält es sich mit dem Hinweis zur mangelnden Kommunikation. Ich hab mir keinerlei Vorwürfe zu machen.

 

Fakt ist aber, dass es nicht zu Ihrer Aufgabe gehörte, Verbindung zu anderen Nationen aufzunehmen!

Nachdem mir mitgeteilt wurde, dass für das vorgesehene Länderspiel gegen die Slowakei am 20.03.2010 nur ein Lehrgang durchgeführt werden soll, wendete ich mich schriftlich und später auch telefonisch an Rainer Aulbach, wobei ich widersprüchliche Antworten erhielt. Durch meine langjährige Tätigkeit habe ich natürlich auch Verbindungen zu den Trainern der Slowakei und habe hier in einem persönlichen Gespräch den Stand der Vorbereitung erfragt. Erst hier wurde mir deutlich, dass das geplante Länderspiel nicht stattfindet. Ich kann also nicht bestätigen, dass ich zu irgendeinem Zeitpunkt offizielle Kontakte zu anderen Mitgliedsländern aufgenommen habe.

 

Trainer, gleich welcher Nation, dürfen sich, ihren Worten nach, nicht mit Gleichgesinnten verständigen. Das hat ja schon fast etwas wie ein Maulkorberlass.

Dies möchte ich nicht kommentieren!

 

Offenbar mangelt es Ihnen auch an Kommunikation?

Mag sein, dass meine veröffentlichte Stellungnahme diesen Eindruck erweckt. Wenn dem aber wirklich so wäre, hätte man sicher nicht über die vielen Jahre eine Zusammenarbeit mit mir gewünscht und gepflegt. Ob die davon mitbetroffenen Sportler das auch so sehen, wage ich zu bezweifeln, kann es aber jetzt leider nicht mehr ändern. Sie wissen, dass ich für die Jungs alles gemacht habe und machen werde. Sicher, die Veröffentlichung wird den letzten Ausschlag gegeben haben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Grund ist. Wenn dem so wäre, müssten einige Funktionäre, Trainer und Sportler im DKBC ihre Tasche packen. Wenn jemand Anstand an diesem Verhalten genommen hätte, wäre Kommunikation von dessen Seite mehr als logisch gewesen. Wenn man wirklich und ernsthaft mit mir gemeinsam die WM vorbereiten wollte, dann wären rechtzeitige Informationen zuträglicher gewesen, als die angewendete Hinhaltevariante. Mangelnde Kommunikation also allein bei mir zu suchen, will und kann ich so nicht stehen lassen, aber auch nicht weiter kommentieren.

 

Das klingt sehr verworren. Wie wird es denn nun aber mit der Nationalmannschaft U23 weiter gehen?

Die Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Mir liegt natürlich am Herzen, dass die Jungs erfolgreich die WM absolvieren. Dafür wünsche ich ihnen selbstverständlich viel Glück.

 

Herr Lutz, ich wünsche Ihnen viel Erfolg im persönlichen und sportlichen Leben und bedanke mich für dieses Gespräch.

 


U23 Nationaltrainer von ihren Aufgaben entbunden

27.02.2010

Das Präsidium hat sich einstimmig dafür entschlossen, sich von Wolfgang Lutz  zu trennen, da die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Rainer Aulbach nicht funktioniert hat.

Ferner gehen der DKBC und Sandra Hirsch getrennte Wege, da sie selbst von einer weiteren Zusammenarbeit Abstand nahm.

 

Wir danken beiden Trainern für die geleistete Arbeit.

 

Im Namen des Präsidiums

Jens Bernhard

Vizepräsident

Sportdirekor

 

Quelle: www.dkbc.de


U23 Nationaltrainer

Wolfgang Lutz suspendiert

 

Die Kegelwelt lacht über Deutschland -

Ist das DKBC Präsidium noch zurechnungsfähig?

Wie weit dürfen sie noch gehen?

 

20.01.2010



Länderspiel SVK – GER (dies ist keine Lüge)

 

Laut Internet ist für den 20.03.2010 das Länderspiel SVK – GER

angesetzt. Bereits im November 2009 hatten wir den neuen Cheftrainer

auf die vorabgestimmten Termine angesprochen mit der Bitte, uns

hinsichtlich der genauen Details auf dem laufenden zu halten. Jetzt,

nach einer Mitteilung von unserem Cheftrainer Rainer Aulbach, steht an

diesem Termin plötzlich kein Länderspiel auf der Liste, sondern ein

Lehrgang.

Da ich mich diesbezüglich sehr gewundert hatte, schrieb ich eine e-Mail

an Rainer Aulbach mit der Frage, ob denn das Länderspiel abgesagt

würde oder ob wieder einmal eine sportpolitische Entscheidung

dahintersteckt. Leider erhielt ich auf diese Frage bis heute noch keine

Antwort.

Meine Trainerkollegin, Sandra Hirsch, führte daraufhin ein Telefonat mit

ihm. In diesem Gespräch brachte Rainer zum Ausdruck, dass man

selbstverständlich in Kontakt mit der Slowakei sei, nur sei es für ihn

schwierig, da der Schriftverkehr in slowakischer Sprache läuft und die

Übersetzungen länger dauern.

Mir liegt für die Jungs und Mädels ein Länderspiel sehr am Herzen und

ich bin sehr bestrebt, dass die Termine so langsam fix gemacht werden,

um adäquate Länderspielgegner zu haben. Da im Trainerstab ja

langjährige gute Kontakte zu vielen Ländern vorhanden sind, bin ich mit

der Slowakei im Kontakt gewesen. Mit großem Entsetzen musste ich

erfahren, dass zur Slowakei kein Kontakt aufgenommen wurde, d. h. gar

kein Kontakt mehr besteht.

Beim drauffolgenden Telefonat mit Rainer Aulbach wurde mir dann

mitgeteilt, dass nicht er, sondern Jens Bernhard diesen Kontakt zur

Slowakei hergestellt hat und pflegt.

Mich verwundert diese seltsame Wandlung dieser

Aussagen sehr.

Laut heutigem Telefonat, 20.01.2010, 09.50 Uhr, wurde mir von Rainer

Aulbach mitgeteilt, dass ich als Nationaltrainer U-23m mit sofortiger

Wirkung mit der Begründung suspendiert bin, der Kontakt mit der

Slowakei und mir hätte niemals zustande kommen dürfen.

Das Präsidium wird mich umgehend schriftlich unterrichten.

Diese Entscheidung muss ich wohl mit Bedauern so zur Kenntnis

nehmen, denn ich bin der vollen Überzeugung, dass ich mit meinen

derzeit motivierten Jungs der U-23 auf dem richtigen Weg gewesen

wäre.

 

 

 

Wolfgang Lutz





Altmanns Nullnummer

01.02.2010

Das Chaos im DKBC nimmt immer groteskere Formen an. Am 4. September verkündete Herr Altmann den Austritt aus der NBC und schlug der deutschen Kegelwelt vor den Kopf. Aufregung aller Orts. Wie kann man nur so etwas tun? Wer mit dem Austritt spekuliert, setzt alles aufs Spiel, was Trainer, Nationalspieler und Offizielle in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Und das ist eine ganze Menge. Nach dem Austritt gäbe es keine Nationalmannschaft und Nationalspieler mehr, keine Medaillen, keine Gelder von staatlicher Seite und keine Trainer. Wollen wir tatsächlich in die Isolation und dort nur noch Breitensport veranstalten, während die Nationen um uns herum den Leistungssport Kegeln immer perfekter zelebrieren.

 

Übers Ziel hinausgeschossen

Die Insider wussten sehr wohl, dass hier Herr Altmann übers Ziel hinausgeschossen war, denn er hat eklatant gegen die DKB-Satzung verstoßen. Obwohl ihm das im Laufe der Zeit klar geworden sein musste, wurde in einer turnusgemäßen Sitzung am 8. Dezember der Austritt nochmals bekräftigt und bei der DKB-Sitzung am 11. Dezember wurde der Antrag zur Rücknahme des Austritts aus der NBC mit 5:4 Stimmen abgelehnt. Was steckt hinter dieser Taktik, wohl wissend, dass die Austrittserklärung nicht rechtsgültig sein kann? Oder ist das ein Privatkrieg gegen den NBC – vornehmlich gegen Schweikardt und Gruber? Lohnende Ziele sind nicht zu erkennen.

 

Unverschämte Forderungen

In einem Schreiben des DKB vom 12. Dezember werden die Forderungen des DKB-Präsidiums vorgetragen. Darunter die Rücknahme der Stimmrechte für Präsidiumsmitglieder der NBC und – man höre und staune – die Ablösung bzw. den Rücktritt des gewählten Generalsekretärs der NBC, Gerhard Gruber. Also doch eine Privatfehde? Was für eine Unverfrorenheit und Dreistigkeit des Herrn Altmann. Wer so handelt, verfolgt keine sportlichen Ziele, setzt sich nicht für seine Sportler ein, nein, der veranstaltet einen Privatkrieg auf Kosten seiner Sportler.

 

Kein Demokratieverständnis

Das hat auch den Präsidenten der NBC, Ludwig Kocsis, auf den Plan gerufen. Er äußert seine Bedenken in einem Brief an den DKB-Präsidenten Dieter Prenzel. Wenn eine Mitgliederkonferenz Änderungen mit Zweidrittelmehrheit im Stimmrecht beschließt und den Generalsekretär Gerhard Gruber mit 100% Zustimmung wiederwählt, ist es mehr als eigenartig, wenn von einem Mitgliedsland (Deutschland) gefordert wird, diese Beschlüsse zurückzunehmen. Solche Forderungen sind mehr als eine Verhöhnung der Konferenz. Hier wird Demokratie mit Füßen getreten. Wo bleibt hier der demokratische Grundsatz Mehrheitsbeschlüsse zu akzeptieren? Ludwig Kocsis hat den Eindruck, dass DKBC-Präsident Altmann und einige seiner Präsidiumsmitglieder nicht die Lösung des Konflikts im Auge haben, sondern eine persönliche Abrechnung mit einigen internationalen Funktionsträgern, einschließlich seiner Person.

 

Nur Sachsen-Anhalt handelte

Dieses Szenario vor Augen hätten die Landesfürsten auf die Barrikaden gehen müssen. Ein Aufschrei war nicht zu hören, alles blieb ruhig. Erst am 17. Dezember horchte die deutsche Kegelwelt wieder auf. Sachsen-Anhalt hatte einen Rechtsanwalt beauftragt die Umstände der Kündigung zu klären. Rechtsanwalt Handrich kam zu dem Schluss, dass das Präsidium des DKB die Mitgliedschaft im internationalen Verband FiQ, WNBA und NBC nicht beenden kann und forderte die beteiligten Präsidiumsmitglieder auf, aus Gründen der satzungswidrigen Handlung die Erklärung des Austritts für nichtig und danach ihren Rücktritt von allen Ämtern im DKB/DKBC zu erklären. Außerdem drohte er den Verantwortlichen, sie persönlich auf Schadensersatz wegen dieser unerlaubten Handlung in Anspruch zu nehmen.

 

Rücktritt vom Austritt

Wie ein Weihnachtsgeschenk kam am 23. Dezember der Rücktritt vom Austritt per Newsletter in die guten Stuben der Keglerinnen und Kegler geflogen. Aufatmen, endlich Ruhe und Umdenken, endlich Klarheit? Sicherlich nicht. Ein Rücktritt des DKBC-Präsidiums, wie es der Rechtsanwalt Handrich gefordert hat, wäre ein echtes und großartiges Weihnachtsgeschenk gewesen. Der Rücktritt vom Austritt wird als Sieg über die NBC verkauft. Vizepräsident Bernhard mailte, dass die Sektion Classic der WNBA in letzter Minute eingelenkt hat und Präsident Altmann betont ausdrücklich, dass der Rücktritt vom Austritt nichts mit den angekündigten Schadensersatzforderung noch mit der Klageandrohung von Sachsen-Anhalt zu tun hätte.

 

Lügen haben kurze Beine

Haben die Herren kein Fingerspitzengefühl mehr. Glauben sie etwa die Keglerinnen und Kegler würden ihnen diese Lügen abkaufen. Fehler einzugestehen verlangt Rückgrat und Haltung. In diesem Fall leider Fehlanzeige. Der Rücktritt vom Austritt, den Herr Altmann verkündete, ist genau so ungültig, weil satzungswidrig, wie schon der Rücktritt aus der NBC. Hat denn der Präsident nichts dazugelernt? Der NBC-Präsident Schweikardt weist in seinem Schreiben vom 25. Dezember daraufhin, dass der Grund des Rückzuges des DKBC nicht den Tatsachen entspricht. Die NBC hat weder in letzter Minute eingelenkt, noch sind Durchführungsbestimmungen bis zur nächsten Konferenz ausgesetzt. Zieht man jetzt ein Fazit von all diesen Entscheidungen und Konflikten, dann steht die Gleichung: Austritt plus Rücktritt vom Austritt ist gleich NULL.

Hilmar Buschow



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